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Willkommen zum Gottesdienst

Liebe Deutschsprachige im Norden Tanzanias,

 

hiermit möchte ich euch zu unserem nächsten Gottesdienst einladen, der am

Sonntag, d.24.September 2017 um 14.30 Uhr in Hai bei Kammleiters im VTC

stattfinden wird.

Nach dem Gottesdienst werden wir Gelegenheit haben, uns ausgiebig auszutauschen

und gemeinsam Kaffee zu trinken, wozu Selbstgebackenes wie immer gern gegessen wird.

Wegbeschreibung: Von Moshi kommend in Hai (Boma N’gombe) direkt am Ortseingang

rechts durch das bayrisch blau-weiß gestrichene Tor des VTC fahren und ganz bis zum Ende durchfahren.

Von Arusha kommend am Ortsausgang von Hai links durch selbiges Tor.

Ich freue mich, euch alle wiederzusehen

Uwe Nissen

 

Hannah (19) hat bald ein Jahr in Tansania gelebt, gelernt und in der NGO Talisda Foundation gearbeitet. Unter dem Motto „Klimaschutz und Völkerverständigung“ wurde sie dabei von der DTP (Deutsch Tansanische Partnerschaft e.V.) begleitet.

 

Was mich mein Freiwilligen-Dasein über die Integration von Flüchtlingen gelehrt hat

 

Die Flüchtlingsströme in Deutschland verleihen dem Thema Integration einen aktuellen Anstrich. Ich als Freiwillige bin ja nun „Migrantin auf Zeit“. Machen wir also ein Gedankenspiel. Suchen wir in meinem Verhalten hier vor Ort nach Impulsen für einen guten Umgang mit Neuankömmlingen in Deutschland. Bestandsaufnahme: Ich versuche durchaus, mich zu integrieren, ich lerne fleißig Kiswahili, wohne mit einer Gastfamilie zusammen, besuche Familienfeste, esse Ugali mit den Händen , gewinne Freunde, trage bunte Stoffe, reise mit den abenteuerlichen Überlandbussen und verhandele entschlossen auf dem Markt. Auf der anderen Seite war ich immer sehr wild darauf mal, wieder Pizza zu essen und in den Supermarkt zu gehen. Ich habe mich über Care-Pakete gefreut. Ich sehne mich schon mal danach, mit meiner Mitfreiwilligen Jana wieder „richtig“ quatschen zu können, und Party zu machen im „Weißen“- Club ist auch sehr lustig. Ich sehne mich nach mehr Körperkontakt und danach, seltener angesprochen zu werden. Natürlich spreche ich mit meinen Mitfreiwilligen auch weiterhin Deutsch, trage meine Klamotten von Zuhause, höre deutsche Musik, lese deutsche Bücher. Ist ja alles verständlich, oder? In Deutschland gibt es häufig anspruchsvolle Forderungen an die Neuankömmlinge: Am besten sollen sie sofort fließend Deutsch sprechen, sich für deutsches Brauchtum begeistern, die Werte und Ansichten ihres bisherigen Leben hinter sich lassen, zu viel Kontakt zu Menschen aus dem gleichen Herkunftsland meiden (Ghettoisierung!), das deutsche Verwaltungssystem durchschauen und bloß nicht hilfsbedürftig werden. Oft werden halbwissende Vorurteile (Schmarotzer, Frauenfeinde, Kriminelle) für sachgemäße Einschätzung des Gegenübers gehalten. Meine Erfahrung: Ständige Integration ist unglaublich anstrengend. Bestimmte kulturelle Normen werde ich nie ablegen können (z.B. mein Individualistisches Weltbild). Für bestimmte Traditionen wird mein Herz nie schlagen können (Taarab Musik). Bestimmte deutsche Kulturgüter werden immer essentieller Teil meiner Identität sein (Kölscher Karneval und konstruktive Kritik). Um bestimmte soziale Bedürfnisse zu befriedigen und Gesprächsthemen abzudecken, werde ich mich immer auf Kontakt mit Menschen aus meinem Kulturkreis freuen. Es wird lange dauern, bis ich Kiswahili so virtuos und nuanciert nutzen kann wie Deutsch. Und egal wie lange ich hier bleiben würde, Vorurteile würden mir immer vorauseilen (kann kein Kiswahili, klug, reich, total unfähig im Alltagspraktischen). Schlussfolgerung; Fundamental wäre ein größeres Verständnis dafür, dass das Leben in einem fremden Land verwirrend und Kräfte zehrend sein kann. Festhalten am Herkunftsland durch Musik, Essen, Kontakt zu Menschen aus dem gleichen Herkunftsland oder Sprache können in turbulenten Zeiten nötigen Halt geben. Gespräche, in denen nicht alle kulturellen Prämissen erst geklärt werden müssen, sind manchmal einfach einfacher. Eine Möglichkeit wäre es, neugierig zu werden und über das Fremde mehr erfahren.


Termine 2017

30.04.

Gottesdienst in der Tumaini University Makumira

(Pfrin. Zillich-Limmer)

28.05.

Gottesdienst in der Kirche am Uhuru Hotel (Pfrin. Mayer)

(Pfrin. Mayer)

27.08.

Gottesdienst im Diaconic Center Faraja

(Diakone Gabi und Armin Raunigk)

01.10.

Gottesdienst im Vocational Training Center, Hai

(Pfr.Nissen)

05.11.

Gottesdienst in der lutherischen Kirche in Njiro, Arusha

(Pfr. Nissen)

10.12.

Gottesdienst auf der Advents-Freizeit (8.-10.12) in Maua

(Pfr. Nissen)

24.12.

Gottesdienst in der Ushirika wa Neema, Moshi

28.01.18

Gottesdienst in Usa River

(Pfr. Nissen)


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